| Busreisen nach Belgard | ||||||||||||||||
| Frau Barbara Haverland organisierte bis zum
Jahre 2010 regelmäßig Busreisen in die alte Heimat. Als Beispiele
für den Verlauf einer solchen Reise sind hier Programme aus den Jahren
1999, 2004 und 2006 sowie der von ihr 2007 gemeinsam mit Herrn Günter
Beilfuß und 2008 bis 2010 zusammen mit Herrn Pastor Udo Struck geleiteten
Belgard-Fahrten wiedergegeben. Seit 2011 finden sich hier auch Busreisen nach Bad Polzin im Kreis Belgard.
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Heimatfreunde, mit diesem Schreiben erhalten Sie notwendige Informationen für unsere Reise. Die Anfahrt am Mittwoch, 28.07.1999 Der Bus der Firma Greif Reisen aus Witten fährt an den nachstehend angegebenen Orten zu den vermerkten Zeiten ab. Die jeweils zusteigenden Personen sind namentlich genannt. 6.00 Uhr ab Köln, Hauptbahnhof, Bushaltestelle Omnibusparkplatz Komödienstraße. 5 Personen: [....]. 6.30 Uhr ab Raststätte "Ohligser Heide" (A 3). 7.30 Uhr ab Bochum Hauptbahnhof, Busparkplatz ZOB, Bussteig 4. 8.45 Uhr ab Münster, Bremer Platz (hinter dem Busbahnhof). 12.00 Uhr ab Hannover Hauptbahnhof, Busparkplatz ZOB, Bussteig 4. 13.30 Uhr ab Helmstedt, Autobahnraststätte "Waldkater" (A 2). 15.15 Uhr ab Michendorf bei Berlin, Autobahnraststätte "Michendorf" (A 10). Ankunft, Abendessen und Zimmerbelegung im Belgarder Hotel "Bolero". Der Standplatz unseres Busses ist im Innenhof des Kreishauses, in dem nun der Stadtrat seinen Sitz hat. [....] Finanzen Deutsches Geld kann unbegrenzt mitgenommen werden. Es ist ratsam, nur kleine Geldscheine bereitzuhalten, mit denen überall bezahlt werden kann. Im Kantor, in der früheren Karlstraße, ist ab 10 Uhr der best dotierte Umtausch möglich, auch in der Post wird Geld gewechselt. Tragen Sie Geld und Wertsachen bitte unauffällig mit sich. [....] Unser Programm: Mittwoch, 28.07.1999 Anreise und Zimmerbelegung. Donnerstag, 29.07.1999 7.00 bis 9.00 Uhr - Frühstückszeit (täglich, bis auf den Abreisetag), danach Zeit zur freien Verfügung. 12.00 Uhr - Abfahrt vom Hof des Kreishauses, Mittagessen in Boissin (vormals "Beirow"). Weiterfahrt Kiefheide (Mahnmal), Gr. Tychow (Großer Stein und Sozialstation), Kl. Dubberow, Klempin, Siedkow, Neu-Buckow, Kl. Satspe, Pumlow, Belgard (Stadtrundfahrt). Abendessen im Hotel "Bolero". Freitag, 30.07.1999 9.00 Uhr - in der Marienkirche Messe zur Eröffnung der 700 Jahrfeier, zelebriert durch den Bischof. Auch Superintendent i. R. Martin Zitzke wird kurz zu Wort kommen. Anschließend: Weihe der Gedenktafel am Kreishaus (Seite Luisenstraße). 13.00 Uhr - Mittagessen im Hotel "Bolero". Freie Teilnahme an den Festlichkeiten. U. a. Ausstellungen: - Im Kleist-Retzow-Stift (Luisenstraße neben unserem Lyzeum): "Belgard vor 1945 - Bialogard heute" - Im Gymnasium: "Der Künstler Joachim Utech in seinen Werken aus Holz und Stein" - Volkstanz, u. a. "Belgarder Viertour" Tanzgruppe Stolp Abendessen im Hotel "Bolero". Sonnabend, 31.07.1999 11.00 Uhr - in der Marienkirche Gottesdienst in deutscher und polnischer Sprache. Die Predigt hält Superintendent i. R. Martin Zitzke. Das Abendmahl wird von ihm gemeinsam mit dem evangelischen Geistlichen der dortigen Gemeinde, Pfarrer Janusz Staszczak gereicht, der den Gottesdienst mitgestaltet. 13.00 Uhr - Mittagessen im Hotel "Bolero". 14.30 Uhr - Kaffeestunde und Zusammensein mit der deutschen Minderheit und den Angereisten aller drei Busse (in Kolberg sind in diesen Tagen zwei weitere Busgemeinschaften stationiert). Abendessen im Hotel "Bolero". Sonntag, 01.08.1999 Tagesfahrt durch den Kreis Belgard: Lenzen, Standemin, Podewils, Stolzenberg, Schivelbein (Ordensschloß), Alt-Schlage, Redel, Langen, Bad Polzin (Mittagessen und Kurpark), Lutzig, Retzin, Woldisch-Tychow, Vietzow, Zadtkow, KI. Krössin, Kieckow (Gutshaus und Kirche), Vietzow, Wutzow, Ristower See, Belgard. Abendessen im Hotel "Bolero". Montag, 02.08.01999 Tagesfahrt: Belgard, Treptow, Cammin (Mittagessen, Dom mit Kreuzgang), Hoff (Ruine an der Steilküste der Ostsee), Horst, Greifenberg, Broitz, Reselkow, Roman, Körlin, Belgard. Abendessen im Hotel "Bolero". Dienstag, 03.08.1999 Tagesfahrt: Bublitz, Gr. Karzenburg, Rummelsburg, Gr. Schwirsen (Bernsteinschleiferei), Heilquelle Pollnow, Knieja (Mittagessen), Varzin (Bismarckschloß), Rügenwalde (Herzogschloß-Museum), Zanow, Köslin, Biziker, Belgard. Abendessen im Hotel "Bolero". Mittwoch, 04.08.1999 Tag zur freien Verfügung. Angebot: Vormittags Fahrt zum Johannishaus und zum Unterwasserkraftwerk Rostin. Donnerstag, 05.08.1999 Rückreise. Haltestellen an den gleichen Orten wie bei der Hinfahrt. Ich freue mich auf diese Reise und grüße Sie mit vielen guten Wünschen [04.07.1999]
Die Anfahrt ist am Mittwoch, den 09.06.2004 Der Bus der Firma Greif Reisen aus Witten fährt an den nachstehend angegebenen Orten zu den vermerkten Zeiten ab. Die jeweils zusteigenden Personen sind namentlich genannt. 6.00 Uhr ab Köln, Hauptbahnhof, Ausgang Komödienstraße, Bushaltestelle. 7.15 Uhr ab Bochum Hauptbahnhof, Busparkplatz. 9.30 Uhr ab Herford Raststätte. 11.00 Uhr ab Hannover Hauptbahnhof, Busparkplatz. 12.00 Uhr ab Braunschweig Flughafen. Ankunft, Abendessen und Zimmerbelegung im Belgarder Hotel "Bolero". Der Standplatz unseres Busses ist im Innenhof des Kreishauses. Unser Programm: Mittwoch, 09.06.2004 Anreise und Zimmerbelegung. Donnerstag, 10.06.2004 7.00 bis 8.30 Uhr - Frühstück (täglich, bis auf den 14.06. und den Abreisetag). 9.00 Uhr - Dörferfahrt im Kreisgebiet: Pumlow, Darkow, Klempin, Siedkow, Dubberow, Mandelatz, Gr. Tychow, Krössin, Kieckow, Zadtkow. Mittagessen in Boissin. Weiterfahrt über Zarnefanz, Standemin, Podewils, Stolzenberg, Rogzow, Dumzin, Karwin und Körlin nach Belgard. Wer in seinem Heimatort verblieb, wird nach Vereinbarung dort abgeholt. Abendessen im Hotel "Bolero". Freitag, 11.06.2004 9.00 Uhr - Stadtrundfahrt mit Besuch der Gedenkstätte auf dem Eisenbahnfriedhof. Anschließend Fahrt nach Kiefheide. Als Tagesgäste werden wir dort vom Bialogarder Landrat, dem Bürgermeister und weiteren Amtsträgern und Bürgern erwartet. Abendessen im Hotel "Bolero". Sonnabend, 12. 6. 2004 9.00 Uhr Tagesfahrt durch die "Pommersche Schweiz". In Polzin besuchen wir den Kurpark, fahren über Draheim, Tempelburg und Falkenburg nach Dramburg. Im Versammlungsraum der dortigen deutschen Minderheit halten wir Mittagsrast. Das nächste Ziel ist Schivelbein mit der Ordensburg. Über Simmatzig und Alt-Schlage gelangen wir nach Langen und erreichen über Neu-Schlage und Gr. Rambin Belgard. Abendessen im Hotel "Bolero". Sonntag, 13.06.2004 9.00 Uhr - Wir fahren über Lenzen und Standemin nach Podewils und über Lenzen zurück nach Belgard. Die Mittagsrast halten wir im Hotel "Bolero". Um 14.00 Uhr nehmen wir am Gottesdienst der deutschen Gemeinde in der Georgenkirche teil. Anschließend erleben wir ein gemeinsames Kaffeetrinken mit den Gemeindemitgliedern im "Korona" an der Marienkirche. Abendessen im Hotel "Bolero". Montag, 14.06.2004 8.00 Uhr - Tagesfahrt ohne Frühstück mit Lunchpaket über Stolp, Lübzow, Schwerinshöhe nach Leba. Von dort mit angebotenen Fahrmöglichkeiten bis an den Fuß der Lontzke-Düne. Dann Aufstieg auf die Düne mit dem Blick zur Ostsee und zum Leba-See. "Fußlahme" bleiben in Leba an der Ostsee oder im Ort. Für das Mittagsmahl gibt es viele Angebote. 17.00 Uhr - Abfahrt in Leba. Abendessen im Hotel "Bolero". Dienstag, 15.06.2004 9.00 Uhr - Tagesfahrt über Köslin, Groß-Möllen, Nest nach Rügenwalde. Dort Besuch der Marienkirche und Besichtigung des Herzogschlosses. Weiterfahrt zum Stolper Rathaus. Mittagessen bei der deutschen Minderheit in der Fischerstraße. Dann über Lossin, Zuckers, Missow und Bartin nach Varzin zum Bismarck-Schloß. Nach kurzem Aufenthalt Rückfahrt über Pollnow, Sydow, Bublitz und Gr. Tychow nach Belgard. Abendessen im Hotel "Bolero". Mittwoch, 16.06.2004 Tagesfahrt: Der letzte Tag unserer Reise führt uns über Biziker, Parnow, Varchmin, Kordeshagen und Borkenhagen nach Kolberg. Dort bleiben die Kolbergfreunde zurück. Sie halten ihre Mittagsrast in der Stadt oder an der Ostsee. Der Bus fährt bis ca. Kolberger Deep weiter. Um 16.30 Uhr ist die Abfahrt von Kolberg nach Belgard. Donnerstag, 17.06.2004 Rückreise. Haltestellen an den gleichen Orten wie bei der Hinfahrt. Die Tagesfahrten sind Angebote, die niemanden zur Teilnahme verpflichten. Denken Sie bitte an Ihren Reisepaß, bequeme Schuhe und Regenschutz. Bitte nehmen Sie auch Ihr Greif-Reisen-Liederbuch mit, wenn Sie eines besitzen. Frohe Reisevorbereitungen bei gutem Ergehen und gesegnete Pfingsttage wünscht Ihnen in Vorfreude auf die gemeinsame Fahrt in die Heimat Ihre [Mai 2004]
Zu unserer Freude sind die Anmeldungen so zahlreich eingegangen, daß wir noch einmal gemeinsam unser Pommern erleben können. Die Anfahrt ist am Mittwoch, 09.08.2006 Der Bus der Firma Greif Reisen aus Witten fährt an den nachstehend angegebenen Orten zu den vermerkten Zeiten ab. Die jeweils zusteigenden Personen sind namentlich genannt. 6.00 Uhr ab Köln, Hauptbahnhof, Ausgang Komödienstraße, Bushaltestelle. 7.15 Uhr ab Bochum Hauptbahnhof, Bussteig Reisebusse. 8.00 Uhr ab Gütersloh, Autobahnraststätte Richtung Hannover. 11.30 Uhr ab Hannover Hauptbahnhof, Busparkplatz. Das Quartier haben wir wieder im früheren Hotel "Schwarzer Adler" in der Friedrichstraße, heute Hotel "Mirand-Bolero". Ankunft, Abendessen und Zimmerbelegung im Belgarder Hotel "Bolero". Der Standplatz unseres Busses ist im Innenhof des Kreishauses. Unser Programm: Mittwoch, 09.08.2006 Anreise und Zimmerbelegung. Abendessen. Donnerstag, 10.08.2006 7.00 bis 8.30 Uhr - Frühstück (täglich, bis auf Montag 14.08. und den Abreisetag). 9.30 Uhr - Gemeinsamer Weg zum Kreishaus. 10.00 Uhr - Empfang durch den Landrat und Bürgermeister im Saal des Kreishauses. Anschließend Fahrt zur Gedenkstätte auf dem Eisenbahnfriedhof und Stadtrundfahrt. 13.00 Uhr Mittagessen in Boissin. Von dort Fahrt über Zadtkow nach Kieckow und Gr. Tychow. Rückfahrt nach Abholen von Ehepaar [....] in Zadtkow über Boissin, Roggow, Denzin nach Belgard. Abendessen im Hotel "Bolero". Freitag, 11.08.2006 9.15 Uhr - Fahrt zur Bernsteinschleiferei Gr. Schwirsen. Dort um 11.00 Uhr Einkehr. In Rummelsburg um 13.00 Uhr Mittagessen. Von dort fahren wir zum Bismarckschloß Varzin, wo wir ab 16.00 Uhr eine Führung haben werden. Die Rückfahrt führt uns über Pollnow und Köslin. Abendessen im Hotel "Bolero". Sonnabend, 12.08.2006 9.00 Uhr - Zu Fuß durch Belgard. 10.00 Uhr - Gelegenheit den Turm der Marienkirche zu besteigen. Die Dörfler können an diesem Vormittag mit dem Bus ihre Heimatorte besuchen. Er holt sie wieder ab und bringt sie mit den Belgardern zu 12.30 Uhr zum Mittagessen nach Boissin. In Schivelbein werden wir um 15.00 Uhr von der dortigen evangelischen Kirchengemeinde im Ordensschloß zur gemeinsamen Kaffeestunde und Stadtbesichtigung erwartet. Nach einer Andacht in ihrem Kirchenraum am Friedhof fahren wir über Stolzenberg zurück nach Belgard. Abendessen im Hotel "Bolero". Sonntag, 13.08.2006 9.00 Uhr - Busfahrt nach Bad Polzin. Nach einer Stadtrundfahrt bummeln wir durch den Kurpark. Auf der Rückfahrt kehren wir in der uns schon vertrauten Hotelgaststätte Boissin um 12.00 Uhr zum Mittagessen ein. Am Gottesdienst der Belgarder evangelischen Gemeinde in der Georgenkirche wollen wir um 14.00 Uhr teilnehmen. Anschließend laden wir die Gemeindeglieder zum traditionellen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen nach Boissin ein. Das Abendessen gibt es wieder im Hotel "Bolero". Montag, 14.08.2006 Tagesfahrt zur Lontzkedüne: Um 8.00 Uhr fahren wir - ohne Frühstück - mit Lunchpaketen über Stolp, Lübzow, Schwerinshöhe nach Leba. Mit angebotenen Fahrmöglichkeiten geht es dann bis an den Fuß der Düne. Der Aufstieg gewährt den herrlichen Blick auf die Ostsee und den Leba-See. "Fußlahme" bleiben in Leba oder dort am Strand. Für das Mittagsmahl gibt es viele Angebote. Um 16.30 Uhr Abfahrt in Leba. Abendessen im Hotel "Bolero". Dienstag, 15.08.2006 9.15 Uhr - Fahrt über Treptow zur Kirchenruine Hoff. Dort suchen wir uns jeder einen Mittagstisch nach Belieben. Über Horst und Kolberg kehren wir nach Belgard zurück. Abendessen im Hotel "Bolero". Mittwoch, 16.08.2006 Ein freier Tag! Auf Wunsch fährt der Bus nach Kolberg und von dort aus auch nach Gr. Mölln am Jarmunder See. Rückfahrt für alle dann von Kolberg um 17.00 Uhr. Abendessen im Hotel "Bolero". Donnerstag, 17.08.2006 Rückreise. Haltestellen an den gleichen Orten wie bei der Hinfahrt. Die Tagesfahrten sind Angebote, die nicht zur Teilnahme verpflichten. Denken Sie bitte an Ihren Reisepaß oder Personalausweis, bequeme Schuhe und Regenschutz. Notwendig ist die Überprüfung Ihres amtlichen Ausweises: Er muß nach der Rückfahrt noch 6 Monate gültig sein. Nach Polen darf weiterhin deutsches Geld unbegrenzt eingeführt werden. Mit kleinen Scheinen kann überall gezahlt werden. Geldwechsel ist ab 10.00 Uhr in Belgard in der Post und Kantoren auch gut möglich. Wenn Sie ein Greif-Reisen-Liederbuch haben, so bringen Sie es bitte mit. In Vorfreude auf die gemeinsame Zeit in Pommern grüßen Sie mit guten Wünschen für Ihr Ergehen Udo Struck und [Juli 2006]
Als wir im vorigen Jahr am Ende der Belgard-Fahrt Abschied von einander nahmen, da wussten wir noch nicht, ob und wie sich eine erneute Reise verwirklichen könnte. Allerlei "Quälgeister" erweichten schließlich Günter Beilfuß und mich, die Verantwortung für eine Fahrt im Sommer 2007 zu übernehmen. Frau Haverland gab uns gern aus ihrer reichen Erfahrung wertvolle Ratschläge. Die Werbung zur Mitfahrt gestaltete sich schwierig, weil einige Heimatfreunde aus gesundheitlichen Gründen die Reise nicht mehr auf sich nehmen können, die Termine nicht passten oder die Anreisen zu den Einstiegsorten gar nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen möglich gewesen wären. Wie gern hätten wir z.B. mehrere Mitreiseinteressenten aus Sachsen mitgenommen! Aber Ende gut, alles gut. Vom 6. Juni bis 14. Juni 2007 sind wir auf große Fahrt gegangen. Im Bus waren wir 23 Personen und weitere sechs kamen mit dem Zug oder Auto. Wir hatten also reichlich Platz im Bus, und unser Busfahrer hat uns fröhlich und sicher durch die Tage chauffiert. Bis Hannover verlief die Reise programmgemäß, aber dann gerieten wir in einen Stau und kamen zwei Stunden später als geplant in Braunschweig Flughafen an. Glücklicherweise konnten wir per Handy Verbindung mit unseren letzten beiden Reiseteilnehmern aufnehmen und ihnen mitteilen, dass wir sie nicht vergessen hätten. An der Grenze stellte sich heraus, dass eine unserer Mitreisenden, die sich erst am Vortag der Abreise zur Mitfahrt entschlossen hatte, einen schon ein halbes Jahr abgelaufenen Personalausweis mit sich führte. Doch ohne Probleme wurde ein Ersatzpass für den Aufenthalt in Polen ausgestellt. Im Hotel "Bolero" wurden wir sehnlichst erwartet, bei unserer Ankunft herzlich willkommen geheißen. Das opulente Abendessen stand bereit und der Schlüssel für den Parkplatz auf dem Rathaushof lag bereit. Zu unserer Überraschung stellten wir fest, dass einige Zimmer inzwischen gründlich renoviert worden sind. Das Hotel wird sich, wenn es so weiter geht, noch zum Drei-Sterne-Hotel entwickeln! Am ersten Abend suchten alle Mitreisenden schnell ihre Zimmer auf, weil die lange Fahrt uns ganz schön geschafft hatte. Einige waren schon um drei Uhr aufgestanden. Wie in den Vorjahren sind wir nicht immer in unseren Heimatorten geblieben, sondern haben auch die Umgebung besucht und lernten Pommern noch ein bisschen besser kennen, denn in unserer Kinderzeit beschränkten sich Ausflüge und Besuche doch auf wenige Orte, weil vielleicht das Geld fehlte, es leider auch wenige Autos gab, die sowieso im Krieg konfisziert wurden. So ergab sich an jedem Tag ein buntes Programm. Der erste Tag (7. Juni) - in Polen wurde Fronleichnam festlich begangen - führte uns bei herrlichem Sonnenschein nach Rügenwalde und Rügenwaldermünde, dort konnten wir wenigstens in der Ostsee ein erfrischendes Fußbad nehmen. Den Nachmittag verbrachten wir in Kolberg. Hier hörte man viele deutsche Stimmen. Wie immer herrschte dort ein reges Leben und Treiben. Am Abend saßen wir in Gesprächsgruppen gemütlich beieinander bei Wein, Bier oder Wasser und tauschten unsere Erlebnisse aus. Schön ist, dass uns der Saal dann ganz zur Verfügung steht und uns keine laute Musik stört. Der zweite Tag (8. Juni) führte uns am Gedenkstein der 700-Jahr-Feier der Stadtgründung zusammen. Wir legten ein Blumengebinde nieder und sangen zwei Strophen unseres Pommernliedes. Anschließend empfingen uns der Landrat, Krzysztof Baginski, und der Bürgermeister, Stefan Strzalkowski, im Festsaal des ehemaligen Kreishauses. Die Zusammenkunft war freundlich und sehr interessant, weil wir über Geleistetes und Geplantes Auskunft erhielten. Der Ausbau des Rehabilitationszentrums (ehemaliges Lazarett) konnte bisher nicht fortgesetzt werden, weil ursprünglich von Warschau zugesagte Gelder im neuen Haushaltsplan gestrichen worden sind. Aber der Umbau des früheren Gesellschaftshauses Wolter zu einem Kommunikationszentrum ist in Angriff genommen worden und soll voraussichtlich 2009 fertig werden. Das Modell konnte im Rathaus angesehen werden. Die ehemalige Superintendentur bietet nach wie vor einen Anblick des Jammers. Man sagte uns, dass die Stadt mit der Katholischen Kirche ein Tauschverfahren anstrebt, bisher aber keine Einigung erzielt werden konnte. Unsere Besorgnisse auf eine Veränderung des Verhältnisses zwischen Deutschen und Polen durch die derzeitige Regierung wurden glaubhaft und nachdrücklich zerstreut. Herr Karl Ernst Büge und später Herr Szymczak dienten uns als Dolmetscher. Herr Günter Beilfuß hielt eine Ansprache, in der er unseren Dank und unser Interesse am guten Fortgang der vielen Vorhaben zur Verbesserung des Stadtbildes unserer Heimatstadt zum Ausdruck brachte. Dabei verwies er auf bekannte Namen von herausragenden Bürgern unserer Stadt. Anschließend an diese schon fast zur Tradition gewordenen Begegnung mit den derzeitig Hauptverantwortlichen der Stadt fanden wir uns an unserer Gedenkstätte auf dem Eisenbahnerfriedhof zu einer kurzen Andacht zusammen. Inzwischen wurden weitere aufgefundene Denksteine von verstorbenen Bewohnern Belgards hinter unserer Gedenkstätte abgelegt, aber man wird sie nicht auf der Platte plazieren können. In Boissin konnten wir dann ein reichhaltiges Mittagessen einnehmen. Weiter ging es nach Kieckow. Dort sangen wir miteinander in der Kirche und gedachten der Familie von Kleist-Retzow und Pastor Dietrich Bonhoeffers. Zum weiteren Programm gehörte dann auch wieder der "Große Stein" auf dem Friedhof in Groß Tychow. Immer wieder aufs Neue begeisterten uns die Mohnblumenfelder, manchmal durchsetzt mit Kornblumen sowie die prachtvollen Alleen, die hoffentlich erhalten bleiben, obwohl sie den Kraftfahrern bei einer Begegnung mit anderen großen Fahrzeugen einige Fahrkünste abverlangen. Nach dem reichhaltigen Abendbrot im "Bolero" lud das schöne Wetter zu einem Spaziergang durch unsere Stadt ein. Gesprächsstoff hatten wir ohnehin an jedem Abend reichlich. Der Samstagmorgen (9. Juni) führte uns nach Bad Polzin. Der Spaziergang durch den Kurpark war besonders schön, weil eine herrliche Blütenpracht alle erfreute. Zum Beispiel wird die jeweilige Jahreszahl auf einem großen Blumenbeet dargestellt. Die weitere Fahrt führte uns durch die pommersche Schweiz über Tempelburg und Dramburg zu unserem Mittagstisch nach Birkholz. Frau Thiel hatte uns mit ihren Helferinnen ein schmackhaftes Essen mit Fisch und Geflügel bereitet. Nach dem Mittagessen ließ uns das Ehepaar Thiel die verschiedenen Kleintiere auf ihrem eigenen Grundstück bewundern. Am Nachmittag trafen wir uns mit Mitgliedern der deutschen Minderheit unter Führung von Frau Edeltraud Kasperczak im Schivelbeiner Schloß zum Kaffeetrinken und Gedankenaustausch sowie gemeinsamem Singen. Da wir bis zum Abendessen noch Zeit hatten, holten wir die Rundfahrt durch Belgard nach, die eigentlich schon am 8. Juni hatte stattfinden sollen. Am Sonntag (10. Juni) besuchten wir das immer noch in Betrieb befindliche erste Unterwasserkraftwerk in Rostin. Danach ging es zum "Storchendorf" Lenzen. Auch hier gingen wir in die Kirche und sangen miteinander. Wir hatten eine sachkundige Führung durch Herrn Rudolf Trapp, dessen Familie hier einmal ihr Zuhause hatte. Der Gang durch das Dorf zeigte uns allerlei Veränderungen: neben der Gärtnerei mit ihrer herrlichen Blütenpracht leider auch eingestürzte Häuser, leere Ställe und Scheunen sowie unbewohnte Storchennester. Schon im vergangenen Jahr klärte uns der Belgarder Landrat mit einem Augenzwinkern über die Ursachen der Kinderarmut in Deutschland auf. Er wies uns darauf hin, dass Polen zur Zeit noch reich an bewohnten Storchennestern ist. Deswegen, so meinte er, verzeichnen wir bei uns in Polen noch einen Geburtenreichtum. Aber das wird sich auch bald ändern, denn durch die fortschreitende Melioration verschwinden die kleinen Teiche und Tümpel, die in den Ackerflächen Nahrungsreservate für die Störche waren. So bleiben die "Speisekammern" leer, und die Störche haben keine Nahrung mehr für ihren Nachwuchs. Es sind zum Beispiel im sogenannten "Storchendorf" Lenzen inzwischen keine dreißig Nester mehr, sondern nur noch vierzehn, und von ihnen sind drei noch leer. Die Kultivierung in der Landwirtschaft hat eben zwei Seiten. "Klapperstorch, du Luder, bring mir einen Bruder. Klapperstorch, du Bester, bring mir eine Schwester. Klapperstorch, du Langbein, meine Mutter will keins." So riefen wir als Kinder, wenn ein Storch unseren Spielplatz überflog. Heute sind die Kinder bestens aufgeklärt und kennen diese Sprüche nicht mehr. Einige unserer Mitreisenden nutzten die Zeit in Belgard dazu, ihre früheren Heimatorte im Kreis zu besuchen, und erlebten Überraschungen. Über einen Besuch des großelterlichen Hofes nach 60 Jahren in Pumlow-Abbau berichtete die Enkelin: "Dort, wo einst der Misthaufen lag, mitten auf dem Hof, ein üppig blühendes Blumenbeet. Ein trauriger Anblick Wohnhaus und Stallungen. Die Scheune einmal abgebrannt und wieder aufgebaut. Aber es steht noch, es ist alles noch da. Ein gutes Gefühl...." Hereingebeten, stellt sie fest, dass im Hause positive Veränderungen zu beobachten sind und erfährt dabei, dass Landwirtschaft und Schweinezucht ihr ganzer Stolz sind. In der Scheune werden Strandkörbe hergestellt. Manchmal gab es auch tiefe Enttäuschungen und seelische Belastungen, wenn nur noch Trümmer zu sehen oder Fundamentsteine mühsam im hohen Unkraut zu finden waren. Die Erinnerungen an eine heile Kinderzeit und die schwere Zeit der Vertreibung standen dann wieder deutlicher als sonst vor Augen. Für manche bewahrheitete sich, was der Psalmist so ausdrückt: "....und ihre Stätte kennet sie nicht mehr" (Psalm 103,16). Die Belgarder Kirchgemeinde trifft sich jeweils am zweiten Sonntag des Monats zum Gottesdienst in der St. Georgenkirche. Die deutsche Minderheit ist nur noch ein kleines Häuflein. Es war mir eine große Freude mit Janusz Staszczak, Pastor der Evangelischen Kirche Augsburgischen Bekenntnisses, den Abendmahlsgottesdienst zu feiern. Auch dies ist für uns schon eine gute Tradition geworden. Nach dem Gottesdienst trafen wir uns mit der Minderheit zum gemütlichen Kaffeetrinken im Bolero. Unsere Wirtin hatte mit ihren Helferinnen alles gut vorbereitet, wie sie uns auch sonst nach Möglichkeit jeden Wunsch erfüllte und jederzeit hilfsbereit war. Während der ganzen Fahrt bewährte sich Herr Martin Lassahn als Dolmetscher und Begleiter von einzelnen Mitreisenden, die ohne Übersetzer hilflos gewesen wären. Der Montag (11. Juni) führte uns zur Bernsteinschleiferei in Groß Schwirsen. Es ist schon eine wahre Freude das ganze Anwesen zu betrachten und das bei herrlichem Sommerwetter. Noch erfreulicher ist der Anblick der reichen Auswahl an kleinen und großen Unikaten aus Bernstein: Ketten, Ringe, Tiere, Manschettenknöpfe u.v.a.m. Weil die Auswahl so groß ist, musste man Geduld haben, bis die Einkäufe abgeschlossen waren. Unseren Mittagstisch fanden wir an diesem Tag im "Monte Christo" in Rummelsburg. Die weitere Fahrt führte uns nach Neustettin. Die Stadt lud zur Besichtigung ein und der Streitzigsee mit seiner einzigartigen Naturlandschaft zu einer sehr preiswerten Schifffahrt. Eine einstündige Rundfahrt kostete für Rentner nur drei Zloty (bei einem Kurs von 3,75 Zloty für einen Euro). Zum längeren Verweilen lockte der Rosengarten. Aber leider verging die Zeit wieder einmal viel zu schnell. Am Dienstag (12. Juni) hatten wir uns mit Pastor Staszczak in Köslin verabredet. Er zeigte uns die Gertraudenkapelle, die die Mehrheit schon aus früheren Begegnungen kannte, sowie den Fortgang am Gemeindehausbau. Dann erwarteten uns die Mitarbeiterinnen in der Diakoniestation und reichten Kaffee, frischen Kuchen und berichteten von ihrer Arbeit. Dankbar waren wir, dass Pastor Staszczak uns bei der geplanten Stadtrundfahrt begleitete und uns auf etliche Sehenswürdigkeiten aufmerksam machte. Eine kleine Gruppe suchte das Museum auf, um einige Fotos zu machen. In Streckenthin machten wir Station und besichtigten das zum Urlaub einladende Bernsteinhotel, das recht romantisch liegt. In der Gaststätte in Boissin wartete auf uns wieder eine leckere Mittagsmahlzeit. Über Grüssow, Standemin, Podewils und Rarfin ging es zurück nach Belgard. Da uns der Bus am Mittwoch (13. Juni) nicht zur Verfügung stand, weil Busfahrer bei einer Wochenfahrt einen freien Tag haben müssen, hatten wir viel Zeit für Besuche und Besichtigungen in unserer Heimatstadt bzw. noch einmal eine Taxifahrt zu Orten im Kreis Belgard. Am Vormittag bestand die Gelegenheit den Turm der Marienkirche zu besteigen und Fotos von dort zu machen. Nicht alle nutzten den beschwerlichen Aufstieg. So erfreute uns ein Sologesang von Herrn Dumke (auch, um die Akustik nach Herausnahme der Emporen zu überprüfen): "Ich bin durch die Welt gegangen und die Welt ist schön und groß..." (Gesangbuch der EMK Nr. 391). Am Nachmittag waren meine Schwester und ich mit Frau Barbara, der jetzigen Einwohnerin unseres Elternhauses, verabredet. Der Empfang war wieder sehr herzlich und es gab reichlich Gesprächsstoff und Leckereien an diesem Tag. Im Angebot war für die Gruppe der Besuch der Galerie im "Hohen Tor" und ein Museumsbesuch am Markt in Belgard. Dankenswerterweise hatte Herr Szymczak die Termine für uns gemacht. Am Abend kamen wir zu einem kurzweiligen Abschiedsabend mit Liedern und lustigen Geschichten zusammen. Aus Petrico kam unser Heimatkreisvorsitzender Manfred Pleger mit seiner Begleitung und berichtete über Vorhaben, die in nächster Zukunft realisiert werden sollen (z.B. Fotobände von Kirchen und ihren Innenausstattungen der Kreise Belgard und Schivelbein) und sprach eine herzliche Einladung zum diesjährigen Treffen in unserer Partnerstadt Celle im August aus (24./26.August). Viel zu schnell ging diese Woche zu Ende. Am Donnerstag (14. Juni) machten wir uns dann wieder auf die Rückreise. Dankbar schauten wir auf die Tage in guter Gemeinschaft bei herrlichem Wetter zurück. Wir stimmten noch einmal (wie auf der ganzen Fahrt) Lieder aus unserem "Reiseliederbuch" (von Greif-Reisen) an und ermutigten uns gegenseitig mit einem Vers aus dem Evangelischen Kirchengesangbuch (Nr. 395,2): "Vertraut den neuen Wegen und wandert in die Zeit. Gott will, dass ihr ein Segen für seine Erde seid. Der uns in frühen Zeiten das Leben eingehaucht, der wird uns dahin leiten, wo er uns will und braucht." [Dai Schulteknüppel Nr. 55, S. 44-48]
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrter Herr Landrat, verehrte Anwesende! Wir begrüßen Sie alle sehr herzlich im Namen unserer Reisegruppe und vor allem im Namen von - Frau Haverland, die leider aus gesundheitlichen Gründen nicht kommen kann - wir vermissen sie sehr, - Herrn Dr. Lutter, dem Vorsitzenden des Vereins "Freunde des alten Landes Belgard / Bialogard", - Herrn Pleger, dem Vorsitzenden des Heimatkreises Belgard-Schivelbein beim Landkreis Celle. Dort wird im August dieses Jahres wieder ein Heimattreffen stattfinden . In Bialogard haben kürzlich - vor knapp einem Jahr - wieder Kommunalwahlen stattgefunden. Der Bürgermeister und der Landrat wurden wiedergewählt. Dazu gratulieren wir sehr herzlich. Die Kommunalparlamente wurden neu besetzt. An der Spitze des Stadtrates steht wieder Herr Swirko. Auch dazu gratulieren wir aufs herzlichste. Wir sind dankbar für diesen freundlichen Empfang. Wir bedanken uns auch für die Unterstützung, die Sie, sehr geehrter Herr Bürgermeister und Sie, sehr geehrter Herr Landrat, uns bisher gewährt haben und auch jetzt gewähren, zum Beispiel für den Gedankenaustausch oder für die Unterstellung unseres Reisebusses hier auf dem Gelände. Und wir kommen gern zu Ihnen, denn wir hoffen, dass wir mit dieser Begegnung einen Beitrag leisten zur Versöhnung der Polen und der Deutschen und dass wir damit eine neue Identität schaffen in dieser Stadt und Region, in der wir Stellen haben wie den Gedenkstein an dem Gebäude, in dem wir nun versammelt sind, und die Gedenkstätte unserer Verstorbenen auf dem früheren Eisenbahnerfriedhof. Es ist für uns immer wieder eine große Freude, wenn wir kommen und sehen, wie sich die Stadt und die Umgebung zu ihrem Vorteil weiter fort entwickelt haben. Die Grünflächen in der Stadt sind gepflegt, von Gärtnern im Auftrag der Stadt. Der Marktplatz ist neu gestaltet. Ein Museum ist am Marktplatz in renovierten Räumen neu eingerichtet. Das Hohe Tor hat wieder eine neue Fassade erhalten, ebenso auch das Bahnhofgebäude. Die Reithalle erstrahlt in neuem Glanz. Die Reste der alten Stadtmauer sind renoviert. Eine Vielzweck-Sporthalle ist im Gymnasialpark neu gebaut worden. In dem Becken der Badeanstalt ist wieder Wasser. Ich könnte noch manches nennen. Uns, die wir hier versammelt sind, verbindet viel miteinander. Wir sind in Belgard / Bialogard oder Umgebung geboren und aufgewachsen oder wir haben einen Teil unseres Lebens hier verbracht. Wir haben hier Früchte aus dem Boden der Umgebung gegessen, haben die hiesige Luft geatmet, das hiesige Klima hat uns geprägt. Und wir sind stolz auf diese Region, auf diese wunderbare Landschaft und auf diese Stadt nahe der Ostsee und nahe der pommerschen Schweiz mit Hauptverkehrswegen von West nach Ost und von Nord nach Süd auf Schiene und Straße, mit großen Leistungen in Vergangenheit und Gegenwart hinsichtlich Landschaftspflege, Bauwesen, Wirtschaft und Kultur und aus der so viele große Persönlichkeiten hervorgegangen sind: Professoren, Doktoren, große Ärzte, große Kaufleute, verdiente Handwerker und große Politiker. Ich denke zum Beispiel, stellvertretend für alle anderen, an - Professor Dr. Rudolf Virchow (1821-1902), den berühmten Arzt und Politiker aus Schivelbein, später in Berlin einer der Gründer des größten Krankenhauses in Europa, der Charité, - Dichter Otto Graunke aus Schivelbein (1861-1942), später in Stettin, - Dichter Bernhard Jastrow, geboren am 23.9.1853 in Bulgrin, - Friedrich Wilhelm Freiherr von Seydlitz (1721-1773), preußischer Kavalleriegeneral, der hier in Belgard als Cornett seine Ausbildung erhalten hat, - Professor Dr. Hans Bernhard Reichow aus Belgard (1899-1974), ein bedeutender deutscher Architekt, berühmt für seine baulichen Leistungen und sein Wirken in Belgard, Stettin, Wolfsburg, Hamburg (Gartenstädte Hohnerkamp und Farmsen), Bielefeld-Sennestadt oder der Limesstadt Schwalbach bei Frankfurt am Main, und mehrfach ausgezeichnet, - Professor Dr. Bernhard Lindenbein aus Belgard, Professor für Meteorologie in Berlin, - Joachim Utech aus Belgard (1889-1960), bekannter, überragender Lehrer, Maler und Bildhauer, - Bürgermeister Dr. Edmund Trieschmann (1902-1923), - Bürgermeister Carl Friedrich Müke (1923-1926), ihm verdanken wir u.a. den Müke-Park, und aus neuerer Zeit denke ich, stellvertretend für alle anderen, an - Dr. Harald Lutter, - Bürgermeister Manfred Pleger, - Superintendent Martin Zitzke, - Pastor Udo Struck und viele diplomierte Fachleute: Fachleute für Wirtschaft, für Technologie, für Verwaltung von Staat, Land, Gemeinden usw. oder - Herr Szymczak, hoch verehrter Lehrer und Übersetzer hier in Bialogard, - Andrzej Swirko, Mitglied und seit Jahren Vorsitzender des Stadtrates, - Bürgermeister Stanislaw Ciechanowicz, - Bürgermeister Stefan Strzalkowski, - Landrat -Starost- Krzysztof Baginski, - Familie Tomasz Hynda mit mehreren Akademikern und nicht zuletzt - Aleksander Kwasniewski, Ihr allen bekannter Staatspräsident, und viele mehr. Uns verbindet auch, dass Polen seit Jahren in der Nato ist und gemeinsam Seite an Seite mit Deutschen trainiert und plant und dass Polen im vorigen Jahr in die europäische Gemeinschaft aufgenommen worden ist. Wir sind Nachbarn mit gemeinsamen Werten und Zielen. Aber Europa kann nur eine Zukunft haben, wenn die gemeinsamen Werte und Ziele der europäischen Integration als wirksames Mittel zur Überwindung vergangener Spaltungen, Feindseligkeiten und Vorurteile, verwurzelt in national bestimmten historischen und politischen Interpretationen, von allen Ländern voll mitgetragen werden, nicht nur einseitig von einem Land! Wir leben in einem technischen Zeitalter. Raumfahrt, Satelliten, Computer zeigen, wie klein die Erde ist. In Sekundenschnelle sehen wir über Satellit mit Google-Earth scharfe Fotos von allen Teilen der Erde bis in Einzelheiten hinein. Fernsehen, E-Mails, Telefonate, Faxe gehen rund um die Welt. Der Kosmos mit seinen vielen Milliarden Sternen, Galaxien usw. erschließt unvorstellbare Weiten. Unser Wissen wächst in ungeahnte Dimensionen. Globales Denken ist angesagt. Große Wirtschaftsräume schließen sich zusammen. Kleinliches Denken hat keine Chance. Und wie ist es mit Belgard / Bialogard in der Zukunft? Das ist die Frage, die uns am meisten beschäftigt. Mit der Aufnahme osteuropäischer Länder in die Europäische Union ist auch diese Region den ehemals hier Lebender wieder näher gerückt. Wir sind wie gesagt Nachbarn mit gemeinsamen Zielen, gemeinsamen Werten und ähnlichen geschichtlich geprägten Strukturen. Lassen Sie uns noch näher rücken und noch mehr Verständnis füreinander gewinnen! Wir wünschen der Stadt Bialogard mit Umgebung sowie den jetzigen Einwohnern alles Liebe und alles erdenklich Gute. Mögen sie in Zukunft wachsen, blühen und gedeihen oder, wie früher die alten Römer sagten: "Vivat, crescat, floreat". Herzlichen Dank!
Im nächsten Jahr wollen wir wieder mit einem Bus in die Heimat fahren. Die Fahrt dauert von Mittwoch, dem 4.6. bis Donnerstag, dem 12.6.2008. Der Bus startet in Köln und fährt über Bochum, Dortmund, Hannover, Braunschweig, Stettin nach Belgard. Geplant ist, dass wir wieder im Hotel Bolero in Belgard wohnen. Eine Teilgruppe könnte auf Wunsch auch im Hotel eines anderen nahe gelegenen Ortes wohnen (z.B. nahe Groß Tychow). Vorgesehen sind wieder tägliche Ausflugsfahrten in den ehemaligen Kreis Belgard-Schivelbein und Umgebung. Die Teilnehmer können bei der Anmeldung Wünsche äußern, welchen Ort sie gern mit dem Bus besuchen möchten. Die Organisatoren werden dann nach Möglichkeiten suchen, die Wünsche zu koordinieren und in ein gemeinsames Ausflugsprogramm mit dem Bus zusammenzufügen. In Planung sind unter anderem - ein Zusammentreffen mit der polnischen Verwaltung in Belgard, - ein gemeinsamer Gottesdienst am Sonntag und Kaffeenachmittag mit der deutschen Minderheit in Belgard, - ein Besuch mit Kaffeetrinken bei der deutschen Minderheit in Schivelbein, eventuell auch mit Mittagessen bei der deutschen Minderheit in Stolp und/oder Dramburg, - Ausflüge in die Umgebung etwa nach Bad Polzin, Dramburg, Kolberg, Köslin, Rügenwalde, Stolp, Leba, Varzin, Rummelsburg, Neustettin oder nach anderen gewünschten Orten, - Ausflüge zu besonderen Sehenswürdigkeiten, - Fahrten zu den gewünschten Zielorten der Reiseteilnehmer, sofern realisierbar. Die Mindestteilnehmerzahl für das Zustandekommen der Busfahrt beträgt
Liebe Landsleute! Wir möchten im nächsten Jahr wieder im Bus nach Belgard fahren und in Belgard im Hotel Bolero wohnen. Als Termin ist vorgesehen die Zeit von Mittwoch, dem 3.6.2009, bis Donnerstag, dem 11.6.2009. Die Verhandlungen mit der Bolero-Wirtin laufen. Bei der Gestaltung des Programms und der Auswahl der Ausflugsziele richten wir uns wieder sehr stark nach den Wünschen der Mitreisenden. Geplant sind unter anderem, sofern realisierbar, in Belgard ein Empfang bei Landrat und Bürgermeister und ein Besuch im neuen Kulturhaus, Ausflugsfahrten nach Lauenburg, Bütow, Rummelsburg, Gollnow, Stargard, Kolberg, in die Pommersche Schweiz und in die gewünschten Heimatorte. Wir würden uns freuen, wenn sich wieder sehr viele entschließen könnten, an der Reise teilzunehmen. Freundliche Grüße Pastor Udo Struck Anmeldung und weitere Informationen über Frau Barbara Haverland,
Soest, im November 2009 Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Heimatfreunde, mit Freude und Dank können wir mitteilen, dass wir im nächsten Jahr noch einmal Pommern gemeinsam erleben möchten. Wieder haben wir unser Quartier im früheren Hotel "Schwarzer Adler" in der Friedrichstraße, dem heutigen "Bolero" mit der Anschrift Hotel Bolero, In dem Preis von 530 EUR pro Person sind alle genannten Posten der Einladung enthalten. Zur Erinnerung: 1. Hin- und Rückfahrt in einem 4-Sterne-Bus der Firma Hermessen in Soest 2. 8 Übernachtungen mit Frühstück und Abendessen 3. Die Einreise- / Grenzgebühr 4. Alle Tagesfahrten in Pommern Eine Anzahlung von 200 EUR erbitten wir bis zum 2. April 2010 auf das Konto 155XXXX bei der Stadtsparkasse Soest BLZ 414 500 75 mit dem Kennwort "Belgard-Fahrt". Zahlen Sie bitte die Restsumme bis zum 15. Mai auf dasselbe Konto ein. Notwendig ist die Überprüfung Ihres amtlichen Ausweises: er muss nach der Rückfahrt noch mindestens 6 Monate gültig sein! Außerdem bitten wir alle Mitfahrer der vorherigen Greif-Reisen, die Liederbücher dieser Firma mit auf unsere Reise zu nehmen. Nach Polen dürfen Euros weiterhin unbegrenzt eingeführt werden. Mit kleinen Scheinen kann überall gezahlt werden. Geldwechsel ist in Postämtern und in "Kantoren" (Wechselstuben) möglich. Mit der Bus-Firma Hermessen in Soest wurde folgende Abfahrtszeit festgelegt: 6.00 Uhr ab Köln. Zusteigemöglichkeiten sind bisher in Bochum, Gütersloh, Hannover und Braunschweig vorgesehen. Vor Reisebeginn teilen wir Ihnen wie gewohnt die Namen der Reiseteilnehmer und weitere Programmpunkte mit. Mit vielen guten Wünschen für Sie grüßen Sie Ihr Udo Stuck (Tel. 02131 545365) und Ihre Barbara Haverland (Tel. 02921 73423, eMail )
Noch wieder einmal hatten sich Frau Barbara Haverland und Pastor Udo Struck - trotz gesundheitlicher Bedenken - zur Durchführung einer Busreise nach Hinterpommern entschlossen. 26 bzw. 28 Teilnehmer folgten ihrer Einladung, die Hälfte davon war erstmalig oder wieder einmal nach langer Zeit in Hinterpommern. Pommersches Kaiserwetter begünstigte die Reise und ließ sie zu einem Erlebnis werden. Die Fahrten führten von Belgard durch unseren Heimatkreis und Mittelostpommern. Erlebte man Pommern in seiner reizvolle Landschaft schon auf diesen Fahrten, so krönte der Besuch der Lonzkedüne diese Reise: Blau und Weiß - Himmel, Meer und Sand in den leuchtenden pommerschen Landesfarben. Der Besuch des großen Gedenksteins am Kreishaus, der Gedenkstätte auf dem Eisenbahnfriedhof und des Gottesdienstes in der St.-Georgen-Kirche in Belgard und der Kapelle in Schivelbein mit der Begegnung der gebliebenen Deutschen ließ einkehren und uns auf das besinnen, was uns Heimat ist. Wer führt die Reisen weiter? Dieser Bericht des Vereinsvorsitzenden Manfred Pleger wird durch die folgenden, hier jedoch leider nicht wiederzugebenden Abbildungen ergänzt: 1. Gottesdienst am Sonntag, dem 20. Juni 2010, in der St.-Georgen-Kirche zu Belgard. Rechts hinten: Annemarie Porath geb. Wedig mit Heinz Howey im Gespräch; rechts vorne Barbara Haverland; hinten im weißen Hemd Pastor Udo Struck. 2. Nach dem Besuch im Kreishaus. 3. Von links, 1. Reihe: Lutz German, Geschwister Annemarie Porath und Adelheid Dreistein geb. Wedig, Helma Apel geb. Hintze; 2. Reihe: Erika Knoll, Jürgen Ristow, Heinz Howey, Gerda Müller, Monika Kohlhoff. 4. "Die müden Krieger" sind nach dem Aufstieg auf die Lonzkedüne bei Leba erschöpft. Von links: Heinz Howey, Rudi Rediske, Thomas Manke; rechts Frau Johanna, Barbara Haverland und ? 5. Abschlußabend am Mittwoch, dem 23. Juni, im Hotel Schwarzer Adler. Adalbert Wedig, alter Belgarder aus der Friedrichstraße, vertellt gerade das Geschichtchen vom zum Beamten gewordenen Ziegenbock in Belgard, der von da ab nicht mehr "springen" wollte. Bericht von einer Fahrt nach Belgard vom 16. bis 24. Juni 2010
"Geh aus, mein Herz, und suche Freud...." von Pastor Udo Struck Eigentlich wollten wir in diesem Jahr keine Gruppenfahrt nach Belgard unternehmen, doch dann drängten doch ein paar Unentwegte zu neuer Fahrt. Aber es war nicht so einfach, wenigstens 25 Heimatfreunde für eine erneute Reise zu begeistern. Mit zwei Zugreisenden waren wir dann schließlich Unter der bewährten Leitung von Barbara Haverland und meiner Assistenz machten wir uns bei sonnigem Wetter auf große Fahrt. Um sechs Uhr morgens sollte es in Köln losgehen, doch wir hielten umsonst Ausschau nach unserem großen Reisebus. Zu unserer Überraschung schickte die Soester Firma einen Kleinbus. Schnell wurden unsere Koffer verpackt und es ging zur zweiten Station: nach Bochum. Da uns kein Stau aufhielt, erreichten wir auch die Autobahnraststätte Gütersloh pünktlich. Hier stiegen wir dann in unseren großen Reisebus um und der Fahrerwechsel wurde vollzogen. Verstärkt durch drei weitere Mitreisende ging es nach Hannover. Da steigen immer die meisten Reiseinteressenten zu, und es besteht die Möglichkeit, ohne Zeitdruck das "stille Örtchen" aufzusuchen. So gestärkt" ging es weiter nach Braunschweig. Hier nahmen wir einen Mitreisenden auf und wurden herzlich von Herrn Trapp verabschiedet, der leider nicht mitfahren konnte, weil seine Frau mit Krankheit zu kämpfen hatte. An der Autobahnraststätte Wolfslake Ost nahmen wir die zwei letzten Pommernfreunde in unseren Bus auf. An der deutsch-polnischen Grenze ergab sich nur ein kurzer Halt für die Zahlung der Maut und zum Erwerb der Vignetten für den Bus. Im "Bolero" in Belgard ist der Abendbrottisch reichlich gedeckt, wir werden bei der Predigt zur Einweihung erwartet und herzlich begrüßt. Auch Johanna ist schon zur Stelle und wird uns in den nächsten Tagen begleiten und bei Bedarf dolmetschen. Nach ausgiebiger Mahlzeit eilen alle in ihre Zimmer, denn die lange Fahrt hat alle ganz schön geschafft. Einige mußten bereits um drei Uhr aufstehen. Erfreut können wir wieder einige renovierte Zimmer beziehen. Allerdings möchte die Wirtin das Hotel weiterhin verkaufen. Doch Belgard ist keine Touristenstadt, und ein Käufer müßte neben dem Grundstückspreis noch ein Menge Geld in das Bauobjekt stecken. So sind wir immer noch die beste Einnahmequelle. Nach einem ausgiebigen Frühstück am ersten Aufenthaltstag (17.06.) gingen einige zur Post oder zum Kantor, Geld umzutauschen oder Karten und Briefmarken zu erwerben bzw. eine Telefonkarte. An unserer Friedhofsgedenkstätte fanden wir uns zur Andacht ein. Herr Büge hatte die Anlage schön geschmückt. Inzwischen sind weitere alte Grabsteine mit deutschen Inschriften hinter unserer Gedenkstätte abgelegt worden. Wegen Bauarbeiten an der Brücke konnte man den Friedhof nur über Umwege erreichen. Auf der Weiterfahrt fuhren wir über Lenzen, Kamissow, Standemin, Latzig, Zarnefanz. In Lenzen sangen wir in der Kirche einen Choral. Enttäuscht waren wir darüber, daß sich die Zahl der bewohnten Storchennester wiederum verringert hat. Viele Gehöfte sind verfallen und unbewohnt. Die jungen Leute verlassen das Dorf und suchen in der Stadt oder im Ausland Arbeit. In Boissin kehrten wir, wie schon in den Vorjahren, zum Mittagessen ein und wurden wieder gut bedient. Anschließend fuhren wir über Mandelatz nach Groß Tychow. Die Besichtigung des großen Steines ist ein Muß bei jeder Fahrt, zumal auch bei dieser Reise wieder Erstfahrer mit dabei waren. Auch Kiekow haben wir nicht ausgelassen. Hier predigte in der Kriegszeit der Märtyrer unserer Kirche, Pastor Dr. Dietrich Bonhoeffer, der am 9. April 1945 in Flossenbürg hingerichtet wurde. In dem Buch "Mit dem Mut einer Frau" von Jane Pejsa wird über die Begegnungen im Hause von der Familie Kleist-Retzow ausführlich berichtet. Man erfährt auch Interessantes über das christliche Leben und die Fürsorge der Mitarbeiterfamilien in einem großen Gutsdorf. Bei der Einfahrt in das Dorf wurden wir sofort von einigen Kindern gesichtet, und der "Meldedienst" trommelte in kürzester Zeit eine große Kinderschar zusammen und freute sich über Kekse, Bonbon und kleine Mitbringsel (z.B. kleine Bälle mit Hinweis auf die Fußballweltmeisterschaft). In der Kirche sangen wir miteinander und besuchten den Grabstein, auf dem alphabetisch alle Namen der Verstorbenen eingemeißelt sind und an den früheren Friedhof erinnert. Unsere Kaffeepause hielten wir auf einer Wiese mit leckerem Gebäck und Kaffee aus unserer Bordküche. Weiter ging es über Johannsberg, Neu-Buckow, Dubberow und Klempin. Es blieben oft Leute zurück, die dann ihre früheren Häuser oder Höfe aufsuchten. Zum Abendessen fanden sich alle im Bolero ein. Danach war Gelegenheit für einen Abendspaziergang durch Belgard und Gesprächsrunden im Hotel. Es ist einfach schön, daß wir ganz unter uns sein können und keine Fremden uns stören. Der zweite Tag (18.06.) führte uns nach Köslin. Dort wurden wir von Pastor Janucz Staszczak im neuen Gemeindehaus, das sich neben der Gertraudenkirche befindet, herzlichst empfangen. Pastor Staszczak berichtete uns über seine Arbeit und das Nutzungskonzept des Gemeindehauses. Da die evangelischen Gemeindeglieder oft nur noch kleine Gruppen sind, trifft man sich in Hauskreisen. Diese Gruppenarbeit kennen wir auch in unseren Kirchen in Deutschland. Der Kirchsaal mit einem integrierten Raum für Kinder lud zum Verweilen ein. Anschließend wurden wir mit Kaffee und Kuchen verwöhnt und ließen uns in die Gertraudenkirche führen. Bei schönem Wetter konnten wir uns einen Aufstieg zum Gollen leisten. Vom Aussichtsturm hatte man einen herrlichen Blick ins Land. Die Marienkapelle lud zum Verweilen ein. Zum Mittagessen konnten wir wieder im Gemeindehaus einkehren. Übrigens kann man auch mit einer größeren Gruppe (20 Personen) Übernachtungen buchen. Es gibt modern eingerichtete Zimmer mit Nasszelle und Küchenzeile. Am Nachmittag stand ein Besuch des Bismarck-Schlosses in Varzin auf dem Programm. Hier befindet sich eine Forstschule. Das Ganze ist eine herrliche Anlage mit gutem Baumbestand. Die inzwischen restaurierte Remise ist eine Perle geworden. Professor Manka hatte leider eine andere Führung, so erforschten wir selbstständig das Schloß und Parkgelände und setzten uns dann zum Kaffee auf der sonnigen Terrasse zum Kaffee nieder. Die Rückfahrt erfolgte über Pollnow. Das Abendessen war uns wieder im Bolero bereitet. Der dritte Tag (19.06.) führte uns nach Bad Polzin. Das weite Klinik-Parkgelände lädt zum ausgiebigen Spaziergang ein. Die jeweilige Jahreszahl ist immer auf einem großen Beet aus Blumen gelegt. In Neustettin konnten wir uns zu Mittag an leckerem Fisch laben. Um 13.00 Uhr waren wir eingeladen, am Gottesdienst zur 700-Jahrfeier von Neustettin in der Nikolaikirche teilzunehmen. Ich betrachtete uns lediglich als Raumfüller, denn von uns wurde nicht weiter Notiz genommen. Unsere Kaffeezeit fand im Grünen statt. Die Rückfahrt über Bublitz und Nebenstrecken im Kreis Belgard brachte uns pünktlich zum Abendessen im Bolero zurück. Während unserer ganzen Fahrt erwies sich Detlef Dutz (Enkel von Gymnasiums-Hausmeister Behnke in Belgard) als sicherer Kartenleser. So war er eine große Hilfe für unseren Busfahrer. Unser Heimatkreisvorsitzender, Manfred Pleger, war mit einer kleinen Gruppe zur gleichen Zeit in Petrico. Sie erkundeten mit Fahrrädern unsere Heimat und kamen abends bei uns vorbei. Sie bereicherten unsere Abendplaudereien und waren uns herzlich willkommen. Sonntag (20.06.) war der Ruhetag des Busfahrers, und es war Gelegenheit mit Herrn Tosch oder Herrn Büge in die Heimatdörfer zu fahren. Einige von uns besuchten Frau Sperling im Johanneshaus, dem Altersheim am Ende der Stadt. Herr Sperling hatte mehrere Jahre unsere Erinnerungsstätte auf dem Friedhof gepflegt. Jetzt hat dies dankenswerter Weise schon lange Herr Büge übernommen. Unser Mittagstisch war im Bolero gedeckt. Um 14.00 Uhr trafen wir uns zum Abendmahlsgottesdienst in der St. Georgenkirche, den Pastor Staszczak und ich gemeinsam hielten. Die Gemeinde in Belgard verkleinert sich jährlich. Anschließend trafen wir uns mit der deutschen Minderheit zum Kaffeetrinken im Bolero. Es war ein fröhliches und herzliches Begegnen und Plaudern. Mit vielen sind wir in den zurückliegenden Jahren schon zusammen gekommen. Nach dem Abendessen im Bolero saßen wir noch lange bei Wein, Bier oder Wasser zusammen und tauschten unsere Gedanken und Erlebnisse aus. Am Montag (21.06.) versammelten wir uns am Gedenkstein zur 700-Jahrfeier 1999 am Kreishaus und sangen einige Verse des Pommernliedes. Danach waren wir Gäste des neuen Bürgermeisters, seiner Stellvertreterin und des stellvertretenden Landrats, der uns aus vielen Begegnungen gut bekannt ist, im Kreishaus. Die Tische waren liebevoll gedeckt. Der Bürgermeister konnte von einigen neuen erfüllten Projekten und neuen Vorhaben berichten. Seit dem Beitritt in die EU hat sich viel positiv entwickelt. In meiner Dankesrede erinnerte ich erneut an die Renovierung (falls überhaupt noch möglich) der ehemaligen evangelischen Superintendentur, in der unser sehr verehrter Superintendent Johannes Zitzke mit seiner Familie lebte und die einen furchtbaren Anblick bietet. Wir konnten auch das neue Gemeinschaftshaus (früher Falk bzw. Wolter) mit Kino und Puppentheater besichtigen. Das Haus ist ein Gewinn für die ganze Stadt. Die frühere Schauburg wartet auf einen neuen Käufer. Am Nachmittag fuhren wir nach Schivelbein. Im Schloß trafen wir uns mit der deutschen Minderheit zum Kaffeetrinken. Auf deren Wunsch hielten wir wieder einen Gottesdienst in der dortigen Kapelle. Das Abendessen nahmen wir wieder im Bolero ein. Ein Tagesausflug stand am Dienstag (22.06.) zur Lonskedüne auf dem Plan. Auf der Hinfahrt besuchten wir das Rathaus in Stolp mit seinen wunderschönen Farbglasfenstern. Das Wetter war gut und mit den Elektroautos ging es von Leba zur Lonskedüne. Sie ist immer wieder ein besonderes Erlebnis. Da ist der herrliche freie Blick auf die Ostsee und den Lebasee. Einige blieben allerdings in Leba, wo ein Stadtbummel interessant war und Kaffeestuben zum Verweilen einluden. Etwas müde kehrten wir am Spätnachmittag nach Belgard zurück. Nach dem Abendessen war genug Zeit zum Rundgang durch Belgard. Der Mükepark soll in absehbarer Zeit sein altes Gesicht zurück erhalten. Das ist erfreulich, denn die umliegenden Hausbewohner klagen über Nässe in den Kellern. Der Mittwoch (23.06.) war Kolberg vorbehalten. Hier begegnen einem viele Deutsche, die entweder zur Kur dort sind oder als Touristen. Darauf ist die Stadt total eingerichtet. Neben einem ausgiebigen Bummel am Hafen, eine Schifffahrt, einem Besuch im Dom o.a., konnte man leckeren Fisch genießen und schmackhaften Kuchen zu sich nehmen. Die Zeit verging viel zu schnell. Nach dem Abendessen in Belgard kamen wir zu unserem Abschiedsabend zusammen. Gemeinsames Singen und lustige altpommersche Geschichten und fröhliches Lachen ergab einen harmonischen Abend zum Abschluß unserer Woche in der alten und nicht vergessenen Heimat. Am Donnerstag (24.06.) stärkten wir uns noch einmal mit einem kräftigen Frühstück, und dann ging es an die Rückreise in unsere jetzigen Heimatorte. Dankbar blickten wir zurück auf eine gute Woche bei schönem Wetter, in guter Gemeinschaft ohne Krankheiten, sangen noch einmal aus unserem "Reiseliederbuch" und freuten uns auf unsere Rückkehr. Wir dürfen wissen: "Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiß an jedem neuen Tag". (Dietrich Bonhoeffer). Die Häuser, Höfe, Straßen haben sich verändert, jedoch die Landschaft sieht noch so wie einstmal aus. Du fühlst, wenn Du durch Feld und Wiesen wanderst, in dieser Landschaft bin ich immer noch zu Haus. (Klaus Granzow)
Frau Barbara Haverland organisiert auch für dieses Jahr eine Busfahrt in den Kreis Belgard und durch Hinterpommern in der Zeit von Mittwoch, dem 3., bis Donnerstag, dem 11. August 2011 mit Quartier in Belgard im Hotel "Schwarzer Adler", heute "Bolero", Friedrichstraße. Durchgeführt wird die Fahrt von Frau Annemarie Porath geb. Wedig, Schreberstraße 22, 51105 Köln-Poll, Telefon 0221 8026541, eMail-Adresse Die Fahrt durch unseren Heimatkreis Belgard-Schivelbein wird so abgesprochen, daß möglichst alle Orte, aus denen Fahrtteilnehmer kommen, berührt werden. Die Fahrt durch Hinterpommern wird u. a. nach Absprache nach Bad Polzin, Neustettin, Rummelsburg, Köslin, Stolp, Groß Möllen und Cammin führen. Besucht werden dürfte auch die Lonskedüne bei Leba. Einkehren wird die Busgesellschaft auch bei den evangelischen Christen in Belgard und Schivelbein. Wie auch in den Vorjahren, ist es möglich - namentlich für jene, die außerhalb der Busfahrroute wohnen - mit eigenem Pkw anzureisen. Für sichere Unterstellung des Pkw - entweder im Hotelhof oder auf dem Hof des Kreishauses - ist gesorgt. Interessenten melden sich bitte bei Frau Barbara Haverland, Telefon 02921 73423
Parallel zum Bus, der im Hotel Schwarzer Adler in Belgard Quartier nimmt, fährt eine weitere Gruppe mit mir zu selben Zeit von Mittwoch, dem 3., bis Donnerstag, dem 11. August, nach Körlin. Wir werden uns zeitweise der Busgruppe anschließen, am deutschsprachigen Gottesdienst der Ev. Gemeinde in der St.-Georgen-Kirche zu Belgard und dem Abschlußabend teilnehmen, im übrigen aber unserem eigenen Programm folgen. Vorgesehen ist der Besuch namentlich jener Gemeinden im Kreis aus denen die Teilnehmer unserer Gruppe kommen. Das Fahrrad für die Wanderung muß mitgebracht werden. Die Unterbringung in Körlin ist preislich günstig. Interessenten wenden sich bitte an Manfred Pleger, Telefon 04343 8357, eMail-Adresse:
Ganz herzlich dürfen wir Sie einladen, im kommenden Mai mit uns nach Pommern zu fahren. Mit besonderem Interesse laden wir, neben den ehemaligen Bewohnern des Dorfes Groß Krössin und Balfanz, auch die Nachkommen ein. Es ist mehr als eine Urlaubsreise, es ist eine Fahrt zu den eigenen Wurzeln. Und ohne Wurzel kann ein Baum nicht leben, ein Mensch ohne Wurzel hat keine Verbindung mit dem, was trägt im Leben. Natürlich besteht auch das Angebot, Orte um Groß Krössin zu besuchen, ob es nun Villnow, Naseband, Drenow ist, ob Döbel, Borntin, Balfanz oder Zülkenhagen das Ziel ist, Zadtkow, Muttrin und Damen liegen ebenso auf dem Weg, wie Schwartow und Zuch. Da einige der ehemaligen Bürger aus dem Dorf mitfahren, haben wir auch Ansprechpartner vor Ort. Auch haben wir vor Ort Dolmetscher. Es ist von Bad Polzin aus auch immer preisgünstig möglich, mit einem Taxi einen ganz anderen Ort zu besuchen. 2011 werden z.B. Teilnehmer einen Tag nutzen, um nach Pielburg zu fahren und dort auf den Spuren der Altvorderen zu wandeln. Wenn Sie Fragen haben, schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an. Hier die Vorplanung: Sonntag 22.05. - Anreise ab Timmerlah nach Bad Polzin Montag 23.05. - Fahrt nach Groß Krössin, Balfanz, Villnow Dienstag 24.05. - Bad Polzin, Stadtführung und Kurpark, zeitgleich Fahrt nach Köslin, Rathaus für Urkunden (Ahnenforschung) Mittwoch 25.05. - Tagesfahrt Ostsee Donnerstag 26.05. - Groß Krössin, Zuch, Naseband Freitag 27.05. - Rückreise nach Timmerlah Führung auch durch die Kur- und Bäderanlage in Bad Polzin mit Reiseleitung Interessenten melden sich bitte bei Frau Anna Herzog, An der Linde 6, 34305 Niedenstein, Telefon 0178 6130172
Frau Barbara Haverland teilte mit, daß voraussichtlich nun doch noch einmal ein Bus nach Belgard fahren wird, und zwar werde diese Fahrt gemeinsam mit den Körlinern organisiert und durchgeführt. Vorgesehen ist die Zeit vom Interessenten melden sich bitte bei Frau Barbara Haverland, |
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